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Dr. Horst Kriebel

geboren am 5. Mai 1930 in Bad Warmbrunn, Kreis Hirschberg
gestorben am 4. Januar 2021 in Bonn-Bad Godesberg

Zur Erinnerung an Horst, der nach schwerer Krankheit gestorben ist.

Als seinen letzten Tag hat er sich den Geburtstag von Edith, seiner Frau ausgesucht, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag am 4. Januar gefeiert hätte. Hat er das so gewollt? Vielleicht! Der Abschied von ihr am 18. Januar 2008 war ihm sehr schwer gefallen.

Im Dezember 2019 musste er die „Lommerwiese“ verlassen und damit auch sein eigenständiges Leben. Bis November 2019 fuhr er noch Auto, erst im Oktober kam er von einer längeren Reise durch Brandenburg und Mecklemburg-Vorpommern zurück.

Auch der Abschied von seinem eigenständigen Leben fiel Horst sehr schwer. Er nannte Königswinter die Sonnenseite, was stimmte. Gegenüber in Bad Godesberg, wo er nach dem Krieg und der Flucht mit seiner Mutter ankam, war für ihn die sogenannte Schattenseite. Aber das betraf nicht das Leben, sondern allein den Sonnenstand. ("Wir ziehen nach Königswinter, da scheint die Sonne länger", hat ihm Edith wohl gesagt - und es auch getan.)

In Bad Godesberg ging er zur Schule, machte sein Abi am „Päda“ (Otto-Kühne-Schule), traf Edith, studierte und baute sein Leben und seine Karriere auf. Bevor er eben auf die andere Seite wechselte, im Jahre 1972.

Am Ende seines Lebens kehrte er zurück: vom 16. Dezember 2019 bis zu seinem Tod lebte er in der Seniorenresidenz Rheinallee in Bad Godesberg. Obwohl dieses letzte Jahr bereits von Krankheit gezeichnet war, konnte er es auch sehr genießen: Fast täglich ging, später dann fuhr er an seinen Lieblingsplatz am Rhein mit Blick auf das Siebengebirge. Wenn die Sonne schien, war es ein perfekter Tag.

Er fühlte sich auch in der Seniorenresidenz sehr wohl, obwohl er sich als 90jähriger zunächst über die alten Mitbewohner "beschwerte".

Das änderte sich jedoch rasch. Denn es war ein großes Glück, hier, übrigens dieses Mal im Schatten seiner alten Schule, gelandet zu sein. Er genoss die Besuche seiner Freunde und Nachbarn, die Menschlichkeit und Freundlichkeit der MitarbeiterInnen der Einrichtung, den guten Schlaf, den „Sport“ mehrmals in der Woche, den er vorher eher konsequent mied („Sport ist Mord“, oder, wenn Edith oder seine Söhne Tennis spielten: „Ich laufe keinem Ball hinterher“.) und die "Rituale": Frühstück, Mittag- und Abendessen im "Restaurant", beim Frühstück war er wohl oftmals der Erste, "Herrenabende" und andere Feste. Ein wenig gewöhnte er sich auch ans Nichtstun: "Hier brauche ich nichts mehr zu machen. Nur das Bett, das mache ich noch selber."

Er sprach nicht viel davon: Sein Garten fehlte ihm, das gesellschaftliche und insbesondere kulturelle Leben, die Vögel, die er als Vogelexperte alle kannte und so gerne beobachtete. Letzteres lag aber nicht am Wohnwechsel, sondern am Aussterben der Vögel. Insbesondere die Kraniche vermisste er.
Und seine vielen Reisen, ja und Spiekeroog.

Aber alles hat ein Ende.

Hier, in Bad Godesberg, wo er seine späte Jugend verlebte, wo er Edith 1947 traf und heiratete und wo Jörn und Ingo geboren wurden, schloss sich sein Lebenskreis. Wir vermissen ihn sehr!

Wir verabschieden uns von Horst aufgrund der Corona-Pandemie im kleinsten Kreis am Montag, 11. Januar 2021.

Anschließend fahren wir mit Horst an den für ihn wichtigen, sein Leben bestimmenden Orten vorbei: Gegen 11h30 sind wir an der Lommerwiese, dann fahren wir mit der Fähre gegen 12h zur Seniorenresidenz Rheinallee, anschließend  zur Rigal‘schen Kapelle und schließlich zum Johanniterkrankenhaus in Bonn.

In sechs bis acht Wochen findet die Urnenbeisetzung auf dem Waldfriedhof in Oberdollendorf/Heisterbacherrott statt.
Hier können sich alle, die es wünschen noch einmal von Horst verabschieden, bevor die Urne auf der Wiese des Waldfriedhofs bestattet wird. Wir laden persönlich und zeitnah dazu ein.

Kerzen

Kerze

Svea Hange
entzündete diese Kerze am 28. Januar 2021 um 0.18 Uhr

Liebe Familie Kriebel,
leider lernte ich Ihren Vater erst im letzten Jahr seines Lebens, im Rheinpark an der Seniorenresidenz, kennen. Es waren Gespräche über sein reiches und glückliches Leben. Er war so positiv und ich hätte ihm gerne noch so viel länger zugehört!
Er fehlt auf der Bank am Rhein mit seinem Lebensoptimismus.

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Kondolenzen

Stimmungsbild

INGRID FOUSSAT
schrieb am 12. Januar 2021 um 22.08 Uhr

Cher Jörn’

Toutes mes cond oléances. Mes pensées sont avec vous et votre frère pendant ces moments douloureux.

Avec toutes mes amitiés sincères

Ingrid

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Termine

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